Unser Sicherheitstipp im Mai

Aktualisiert: 5. Mai 2020

Freie Fahrt auf Einsatzfahrten für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei!

Was Sie wissen sollten.



Wenn Feuerwehr, Rettungsdienst & Polizei mit Blaulicht und Martinshorn fahren, dann bestimmt nicht, um die Anwohner zu „nerven“. Wenn Einsatzfahrzeuge mit Sondersignalen unterwegs sind, ist stets höchste Eile geboten, um das Leben von Menschen, Tieren oder großer Sachwerte zu retten und Gefahren abzuwenden. Durch die Inanspruchnahme der Sondersignale, in Form von Blaulicht und Martinshorn, dürfen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei die Straßenverkehrsordnung überschreiten, um schnellstmöglich an den Einsatzort zu gelangen. Dies dürfen sie jedoch nur unter Benutzung der Sondersignale! Fahren sie beispielsweise nur mit Blaulicht und es passiert ein Unfall, kann das betreffende Einsatzfahrzeug dafür mit haftbar gemacht werden. Mit Sondersignalen dürfen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei innerorts rote Ampeln überfahren, schneller fahren als 50 km/h und müssen nicht an Stoppschildern halten. Dies alles setzt aber voraus, dass dabei keine anderen Verkehrsteilnehmer zu Schaden kommen! Kommt es bei einer Einsatzfahrt zu einem Unfall, muss das Einsatzfahrzeug den Einsatz abbrechen und wertvolle Minuten verstreichen am eigentlichen Einsatzort. Dass es sich bei der Fahrt um eine Einsatzfahrt handelt, zeigt das Einsatzfahrzeug durch die Sondersignale an. Dann haben alle übrigen Verkehrsteilnehmer umgehend für freie Fahrt zu sorgen. Was ist also zu beachten, wenn ein Einsatzfahrzeug mit Sondersignalen kommt? - Ruhe bewahren! - Klären, aus welcher Richtung das Einsatzfahrzeug kommt. - Wohin will das Einsatzfahrzeug fahren? - Wie viele Einsatzfahrzeuge sind es? - Eigene Geschwindigkeit verringern. - Sorgen sie umgehend für freie Fahrt! - Mit dem Blinker anzeigen, in welche Richtung Sie ausweichen. - Auf andere Verkehrsteilnehmer achten! - Abstand zum Vordermann halten. - Kreuzungen und Kurven nicht blockieren. - Schauen ob weitere Einsatzfahrzeuge kommen. - Wenn alle Einsatzfahrzeuge vorbei sind, vorsichtig einordnen und weiterfahren. Nur wenn die Einsatzfahrzeuge freie Fahrt haben, können Sie schnellst möglich am Einsatzort Hilfe leisten. Durch die Behinderung wegen falschem oder zu späten Reagieren oder nicht anhalten, geht den Einsatzkräften wertvolle Zeit verloren. Bildet man auf der Autobahn bei stockendem Verkehr oder gar Stau keine Rettungsgasse, wird dies sogar mit Bußgeldern bis hin zum Fahrverbot geahndet! Wie eine Rettungsgasse gebildet wird, können Sie hier nachlesen. Also immer daran denken, die Sondersignale sind nicht zum verärgern der Bevölkerung gedacht. Nur so gelangen die Einsatzkräfte schnellstmöglich zum Einsatzort, um anderen Mitbürgern Hilfe zu leisten. Gerade bei der Freiwilligen Feuerwehr handelt es sich ausschließlich um Kameradinnen und Kameraden, die dies in ihrer Freizeit tun, um anderen Menschen und Tieren zu helfen. Auch sie werden mitten in der Nacht von dem Alarm aus dem Schlaf gerissen und fahren zum Einsatz. Sie müssen dann trotzdem am nächsten Morgen um 6.00 Uhr aufstehen, um gegen 8.00 Uhr auf Arbeit zu sein.

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Düren Autor: Cornelia Gande-Lawo



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